Der Mann auf dem Feld 

Wind, der über die Felder weht

Ein Mann, einsam mitten auf dem Felde steht.

Allein und traurig blickt er in die Ferne.

Erloschen ist der Glanz der Sterne.

 

Über ihm die weite, sternenklare Nacht,

Hat das Dunkle ans Licht gebracht.

Er weiß, man wird ihn finden,

Man wird ihn foltern, wird ihn schinden.

 

Doch was hat er getan,

Was trieb ihn in diesen Wahn.

Das Recht zu missachten

Und die Männer zu töten, die sie bewachten.

 

Sie, die Schuld an allem ist.

Weil er sie so sehr vermisst,

Tötete er Wachen und seine eigenen Leute,

Er war gierig, wie ein Tier auf seine Beute.

 

Niemand kennt den wahren Grund,

Gerüchte eilen von Mund zu Mund

Und keiner kennt die Wahrheit über Mann auf dem Feld,

Man sagte er täte es für Geld.

Reizte es ihn, war das sein Ziel?

Oder war Liebe mit im Spiel?

 

Den wahren Grund kennen nur er und sie,

Sie ist tot und er verrät es nie.

Die Wachen kommen, sie nehmen ihn fest.

Und später geben sie ihm den Rest.

Das Geheimnis nimmt er mit ins Grab

Und so steigt er zu seiner Liebsten hinab.

 

Der Wind weht leise übers Feld,

Schnee, der in kleinen Flocken fällt.

Senkt sich auf das Feld hernieder

Und der Wind singt traurig seine Lieder.


Die Geschichte zum Gedichte

Dieses Gedicht entstand im Jahre 2011.

Es ist wieder einmal ein Geschenk gewesen. Ich weiß nicht, warum dann immer so traurige und brutale Worte dabei herauskommen.

Aber ich konnte mir das ganze so wunderbar bildlich vorstellen.

Dieser arme Kerl, allein auf dem Feld und es schneit. 

Irgendwo im Hintergrund brennt ein altes Bauernhaus und er ist schuld daran.

Klingt doch irgendwie nach so einer typisch vertrauten Geschichte.

 

Im Nachhinein, wenn man so älteres Geschreibe von sich selbst wieder ausgräbt, denke ich oft, wie bist du bloß darauf gekommen und hätte man das eine oder andere nicht anders Schreiben können.

Sicherlich wäre es hier genauso gewesen, doch ich habe mich dafür entschieden, euch die Original-Fassung zu zeigen.

 

Was haltet ihr davon?

Weniger deprimierende Musik beim Gedichte schreiben hören oder dabei belassen?

 

Damit verabschiede ich mich vorerst,

 

eure Jei

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