Nadel, Faden und mehr... #2 - Scheren

In einer guten Nähstube sollten auch richtige Scheren vorhanden sein. Nichts ist schlimmer, wenn Stoff und Schere beim Schneiden stäntig verhaken oder sich der Faden einfach nicht trennen will, weil die Scheren unscharf sind.

Alles von der kleinen bis zur großes Schere

Mein persönliches Scherenset
Mein persönliches Scherenset

Zunächst habe ich auch auf günstige Angebote aus Supermärkten zurück gegriffen.

Das finde ich auch vollkommen okay, doch wenn man das ganze etwas professioneller angehen möchte, kommt zwangsweise irgendwann der Punkt, wo man eben auch etwas investieren muss.

Immerhin hat man bei guter Pflege lange etwas von den Hilfsmitteln.

die Fadenschere:

meine Fadenschere
meine Fadenschere

Fange ich doch mal klein an. ^^

 

Links auf dem Bild ist meine Fadenschere. Sie hat eine Gesamtlänge von 9,5 cm und ist damit meine kleinste Schere.

Wozu für einen dünnen Faden auch ein Riesengerät? ^^

 

Klein, fein und scharf sollten Fadenscheren sein. Dann geht das Trennen des Fadens auch zackig und sauber. Mich nervt es, wenn der Faden hartnäckig ist und sich nicht trennen lassen will. ^.~

 

Außerdem kommt man mit der Spitze gut in winzige Ecken und/ oder nah an den Stoff heran, sodass man ihn nach dem Vernähren sauber und knapp am Stoff abschneiden kann.

 

So bleiben keine langen Fusseln zurück, an denen man später energisch zieht und dann womöglich die schöne glatte Naht rafft.

Alles schon gehabt. Ich spreche hier aus Erfahrung. ^^°

die Papierschere:

meine Papierschere
meine Papierschere

Ich kann die fragenden Blicke förmlich spüren und: Japp!

Auch eine Papierschere ist für Näherinnen wichtig. ^^


Denn die Schnittmuster müssen ja auch ausgeschnitten werden.


(Was Schnittmuster angeht habe ich mir wohl eine recht komplizierte Variante beigebracht, aber dazu später mehr.)


Die Papierschere ist aus dem gleichen "Supermarktset" wie die Fadenschere und war dort als "Universalschere" gekennzeichnet.


In dem Sinne verwende ich sie auch, aber am meisten schneide ich doch Papier oder Pappe damit.

Sie hat eine Gesamtlänge von ca. 15 cm, liegt gut in der Hand und hat bisher alles zufriedenstellend zerschnitten. ^^

die Schneiderschere:

meine erste Schneiderschere
meine erste Schneiderschere

Wie der Name vielleicht vermuten lässt, schneidet man damit nicht den Schneider! ^^ Die Schneiderschere ist am besten geeignet für den Stoff.

 

Ich habe mir mal sagen lassen, dass man nach Möglichkeit auch nichts anderes damit schneiden sollte. Die Scheren würden sonst zu schnell abstumpfen und dann den Stoff nicht mehr richtig trennen.

 

Diese Schere hat eine Gesamtlänge von etwa 20 cm und entstammt ebenfalls dem "Supermarktset". Unschwer am Design zu erkennen. Oder? ^^

 

Sie ist auch gut, aber nach einer Weile habe ich bemerkt, dass sie bei schwereren Stoffen an ihre Grenzen stößt. Dann musste ich zu viel Kraft aufwenden, um den Stoff an der vorgezeichneten Linie zu trennen.

 

Daher blieb mir keine Wahl und ich investierte in eine "bessere" Schneiderschere.

meine zweite Schneiderschere
meine zweite Schneiderschere

Es ist wohl unschwer zu erkennen WO ich diese Schere erworben habe. ^^° Aber ich muss sagen, dass mich der Onlineshop schon begeistert hat.

 

Nun zur Schere: Sie hat eine Gesamtlänge von ca. 21 cm und liegt deutlich schwerer in der Hand als meine erste Schneiderschere.

 

Das machte mir sofort klar, dass das Material hochwertiger ist, was die Schere somit "besser" und schärfer macht. Manchmal muss ich aufpassen, dass nicht die Finger dazwischen sind. ^^°


Das traue ich der Schere durchaus zu. Beim Öffnen und Schließen klingt sie schon ganz anders, als die "einfachen" Scheren.

 

Mit diesem Exemplar habe ich auch keine Probleme mehr bei schweren oder dickeren Stoffen.

Es sollte einem auch bewusst sein, wenn man ungeübt ist und so eine schwere Schere selten bedient, dass die zarten Fingerchen das nicht sehr lange mitmachen.

Mir ging es jedenfalls so. Wenn ich nach längerem mal wieder ein Nähprojekt starte, merke ich am Abend schon, wenn ich den ganzen Tag die Schere in der Hand hatte. (Das ist fast wie Hanteltraining! ^^)

Dabei habe ich die "kleine Schneiderschere" gekauft. Ich möchte nicht wissen, wie schwer die große ist. ^^ Die "kleine" ist allerdings vollkommen ausreichend für eine "normale" Hobby- Näherin, wie ich finde.

 

Ich habe mal gehört, dass man Schneiderscheren auch nicht fallen lassen darf. Dadurch gehen sie kaputt. Eventuell sogar auch der Zeh, auf den sie fällt.

Aber bei einem ruckartigen Besuch auf dem Boden "verzieht" sie sich, oder es bricht irgendwo was. Damit wäre sie dann futsch.

Fazit:

Mit meinem kurzen Exkurs zum Thema Scheren konnte ich euch hoffentlich einen kleinen Überblick verschaffen oder die eine oder andere Frage beantworten. Falls doch noch etwas auf den Nägeln brennen sollte, schreibt mir! ^^

 

Lieben Gruß

 

eure Mie

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